Eclipse
- Version
- 3.3.2
- Lizenz
- Freeware (GPL)
OpenSource - Systeme
Linux,
MacOS X,
Java,
Windows
- Sprachen
- Grösse
- ca.: 78 MB
- Website
- http://www.eclipse.org/
- Author
- The Eclipse Foundation
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Eclipse ist ein Open-Source-Framework zur Entwicklung von Software nahezu aller Art. Die bekannteste Verwendung ist die Nutzung als Entwicklungsumgebung (IDE) für die Programmiersprache Java. Aber auch für die Entwicklung von Rich-Client-Applikationen auf Basis der Eclipse Rich Client Platform (RCP) wird es zunehmend häufiger eingesetzt. Eclipse ist nicht auf Java festgelegt und wird aufgrund seiner offenen plug-in-basierten Struktur mittlerweile für sehr unterschiedliche Entwicklungsaufgaben eingesetzt, da so die Notwendigkeit für jeden Nischenhersteller entfällt, seine eigene IDE für jedes Entwicklungstool zu entwickeln.
Eclipse selbst basiert auf Java-Technologie, seit Version 3.0 konkret auf einem OSGi-Framework namens Equinox, das auch Grundlage des IBM Workplace Clients ist.
Oberfläche
Die Oberfläche von Eclipse bietet verschiedene Konzepte, um die Arbeit mit Quelltexten oder anderen Ressourcen zu vereinfachen.
Sichten (Views)
Sichten (Views) sind bei Eclipse kleine Fenster, welche Aufgabenbereiche unter verschiedenen Sichtweisen anzeigen. Diese Fenster können durch Drag and Drop beliebig angeordnet werden, in Form von Tabs, die durch Klick auf den Reiter aktiviert werden, in Form von dauerhaft sichtbaren Fenstern oder in Form von fast views, die als Symbole in einer weitgehend frei positionierbaren Leiste angeordnet sind und die nur bei Klick auf das Symbol eingeblendet werden.
Beispiele für Views sind
- die (auch aus den meisten anderen Editoren bekannte) Navigator-View, die die im Projektverzeichnis enthaltenen Dokumente anzeigt.
- der Klassenexplorer, der baumartig strukturiert Symbole für die Klassen, Funktionen, Variablen, Importe eines geöffneten Quelltextes anzeigt oder
- das Suchfenster, das die Ergebnisse einer Suche auflistet.
Editoren
Editoren sind die Sichtfenster, die meist den Quelltext mit Syntaxhervorhebung anzeigen, wobei es meist für jede unterstützte Programmiersprache einen eigenen Editor gibt (zum Beispiel für Java, C, PHP, Python, HTML, aber auch einen einfachen Texteditor). Genauso gibt es aber auch visuelle Editoren (beispielsweise UML-Editoren oder Drag-and-Drop-Editoren für die Erstellung von grafischen Benutzeroberflächen), oder solche, die Baumstrukturen anzeigen (zum Beispiel der XML-Editor). Sie nehmen naturgemäß in der Regel den meisten Raum des Programmfensters ein. Mehrere geöffnete Quelltexte werden als Reiter geöffnet, die über Tabs am oberen Rand in den Vordergrund gebracht werden können, weiterhin können Tabs fixiert werden, so dass der zugehörige Quelltext nicht versehentlich geschlossen wird. Auch Editoren können weitgehend frei per Drag and Drop angeordnet werden. Eine Datei kann in mehreren Editoren gleichzeitig geöffnet werden.
Interaktive Funktionalitäten sind bei den Editoren für Programmiersprachen meist vorhanden:
- Im Java-Editor kann durch Strg+Linksklick auf einen Funktionsaufruf direkt zu der Deklaration der entsprechenden Funktion gesprungen werden. Fährt man mit dem Mauszeiger über ein Element, für das Quelltext-Dokumentation vorhanden ist, so wird diese in einem Pop-up-Fenster angezeigt.
- Wird der Cursor auf eine Variable gesetzt, so werden diese und alle weiteren Vorkommen derselben im Dokument farbig unterlegt, in einer Leiste am rechten Rand des Editors werden sie als kleine farbige Striche angezeigt, die als Links zu den entsprechenden Stellen im Quelltext fungieren.
- Häufig wird Code-Faltung unterstützt.
- Unterstützung von Quellcodevervollständigung mittels Strg+Leertaste.
- Frei konfigurierbare Code-Vorlagen mit Variablenunterstützung und Kontextzuordnung.
- Unterschiede des geöffneten Quelltextes zur auf der Festplatte gespeicherten Version, sowie Zeilennumerierung werden in einer Leiste am linken Rand farbig hervorgehoben.
- Viele Editoren unterstützen eine konfigurierbare automatische Codeformatierung, die des Java-Editors ist die am weitesten entwickelte.
Allerdings verfügt Eclipse standardmäßig nicht über eine Funktionalität zum automatischen Umbrechen von langen Codezeilen. Es existiert jedoch ein nachinstallierbares Plugin namens Wordwrap, das diese Aufgabe erledigt.
Perspektiven
Perspektiven sind vollständige Anordnungen von Menü- und Symbolleisten, Views und Editoren. Sie sind weitgehend konfigurierbar und benutzerdefinierte Konstellationen können gespeichert und geladen werden. Meistens bringen Plugins, die man nachinstalliert, vorkonfigurierte Perspektiven mit, die dann den eigenen Wünschen entsprechend angepasst werden können.
Plug-ins
Für die Eclipse-IDE wurden schon zahlreiche Plug-ins geschrieben, teils proprietär, teils frei verwendbar. Primär wird Eclipse als Java-IDE verwendet, dabei kommen vor allem die in den Java Development Tools zusammengefassten Plug-ins zum Einsatz. Es existieren aber etliche Plug-ins für andere Sprachen oder zur Entwicklung von OSGi-Bundles. Dazu zählt vor allem das CDT-Projekt (C/C++ Development Tooling), das C und C++ unterstützt, jedoch nur die GNU Compiler Collection abdeckt. Darüber hinaus gibt es auch Plug-ins für Perl, PHP, ColdFusion, Ruby, Python, C#, Fortran usw. Diese können auf bequeme Art und Weise über ein Menü in Eclipse eingebunden werden. Neben Plug-ins für konkrete Programmiersprachen gibt es auch solche, die allgemeine Entwicklungsprozesse unterstützen, wie beispielsweise Mylyn für „aufgabenorientierte Entwicklung“.
Neben den Java Development Tools gibt es viele weitere Projekte, die ebenfalls auf der Eclipse-Website koordiniert werden. Ein solches Projekt ist das Eclipse Tools Project, das verschiedene Hilfsmittel entwickelt, die von Entwicklern erweitert werden können. Weitere Projekte sind das Eclipse Modelling Framework (EMF) welches erlaubt ein Datenmodell z.B. basierend auf UML zu erstellen und das Graphical Editing Framework (GEF). GEF ist ein Projekt, das es Entwicklern erlaubt, ein existierendes Datenmodell zu nehmen und daraus schnell einen grafischen Editor zu erstellen.
Compiler
- GCJ Builder Plug-in (benötigt unter Windows die MinGW-Umgebung)
Beteiligte Firmen
Die Eclipse Foundation wird durch ihre Mitgliedsorganisationen unterstützt. Dabei werden drei Arten von Mitgliedschaft unterschieden: Strategische Mitglieder, Mitglieder, die Add-ins bereitstellen und assoziierte Mitglieder. Die Strategischen Mitglieder sind entweder Strategische Entwickler (Strategic Developers) oder Strategische Abnehmer (Strategic Consumers). Strategische Entwickler sind folgende Unternehmen (Stand März 2007):
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Strategische Abnehmer sind Hewlett-Packard und SAP.
Verfügbare Systeme und Architekturen
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