YaCy

YaCy
Version
0.58
Lizenz
Freeware (GPL) OpenSource
Systeme
  • Linux Linux, Java Java, MacOS X MacOS X, Windows Windows
Sprachen
  • de
  • en
  • weitere
Grösse
ca.: 13.5 MB
Website
http://yacy.net
Author
Michael Christen

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YaCy ist eine Suchmaschine, die nach dem Peer-to-Peer-Prinzip – kurz P2P – arbeitet. Dabei gibt es keinen zentralen Server, sondern alle Teilnehmer daran sind gleichwertig.

Jeder Peer-Betreiber kann im YaCy-Netz suchen, und wenn er möchte zum Index beitragen, indem er einen Webcrawler losschickt, oder einfach alle Seiten, die er besucht über den YaCy-Proxy indexieren lässt. Wenn nun irgendein anderer Peer im YaCy-Netzwerk eine Suche startet, kann er alle Seiten finden, die andere Peers indiziert haben, die zum Zeitpunkt der Suche online sind. Durch das dezentrale Prinzip ist YaCy resistent gegen Ausfälle.

Das Projekt YaCy wurde von Michael Christen im Jahr 2003 gegründet.

Vorteile

  • Die mit YaCy aufgebaute globale Suchmaschine wäre praktisch ausfallsicher, da immer ein Teil des Netzwerks erreichbar sein wird. Da sich zur Zeit aber noch eine beschränkte Anzahl von Peers am YaCy-Netzwerk aktiv beteiligen, kann es durch Ausfall oder Abschaltung einzelner (großer) Peers zu Beeinträchtigungen des Gesamtindex kommen.
  • Die Internetnutzer sind durch YaCy als Suchmaschine unabhängig von Firmen, deren Ranking (das diese sich evtl. bezahlen lassen) und deren Filterung (und gar evtl. Zensur).
  • Die Software ist Open Source, wurde unter der GNU General Public License veröffentlicht und ist kostenlos.
  • Da die Indexierung über den Proxy am jeweiligen Client stattfindet, lassen sich somit Seiten aus dem Deep Web oder nicht öffentlichen Netzen (z.B. i2p) indexieren, die ein Crawler einer öffentlichen Suchmaschine wie z. B. Google nicht erschließen kann.
  • Die Privatsphäre wird gewahrt, da die Suchanfragen nicht gespeichert werden.

Nachteile

  • Da YaCy für eine Suchanfrage viele andere Peers kontaktieren muss, dauert die Suche länger als bei herkömmlichen Suchmaschinen.
  • Momentan sind nur relativ wenige Peers vorhanden, so dass weniger Ergebnisse gefunden werden als bei großen Suchmaschinen.

Das Programm

Das Herzstück der Suchmaschine ist anders als bei anderen Suchmaschinen nicht eine zentrale Seite, sondern ein Computerprogramm, das in Java geschrieben ist und daher auf fast allen Betriebssystemen läuft.

Gekoppelt mit dem P2P-System läuft ein Proxyserver, der automatisch die meisten weitergereichten Seiten indiziert. Dies findet allerdings nicht bei Seiten statt, denen via GET oder POST weitere Daten übergeben werden (z.B. Seiten in einem Login-Bereich). Somit ist sichergestellt, dass auch wirklich nur öffentlich zugängliche Daten indiziert werden.

Der Zugriff auf die Suchfunktionalität erfolgt über eben den lokal laufenden Server, in dem über eine gewohnte Suchmaske der Suchbegriff oder die Suchbegriffe eingegeben werden. Die Anzeige der Ergebnisse erfolgt hier wie gewohnt als HTML-Seite.

Weitere Funktionen

  • YaCy bietet allen Nutzern der Proxyfunktion die Möglichkeit Peers über die Domain PEERNAME.yacy bzw. PEERHASH.yacyh zu erreichen. Unter www.PEERNAME.yacy kann der Nutzer eine Homepage hinterlegen, unter share.PEERNAME.yacy liegt ein Fileshare, und unter PEERNAME.yacy ist die normale Schnittstelle erreichbar. Weitere Subdomains kann der Benutzer selber anlegen, indem er einen Ordner mit dem Subdomain-Namen erstellt. Es handelt sich also um eine Art Dyndns.
  • Unabhängig von der .yacy Domain, bietet YaCy Platz für eine Homepage und einen Fileshare, den man mit der aktuellen IP, oder einem Dyndns-Namen auch nicht-YaCy-Nutzern verlinken kann.
  • YaCy hat eine eingebaute Nachrichtenfunktion, mit der man Textnachrichten (mit Wikicode zur Formatierung) und je nach Einstellung des Empfängers auch Dateien versenden kann.
  • YaCy hat ein Wiki und einen Blog integriert.
  • Es gibt eine Lesezeichenverwaltung, in dem öffentlich einsehbare und private Lesezeichen angelegt werden können.
  • Es gibt die Möglichkeit für einzelne Bereiche definierte Blacklists anzulegen.
  • Es existiert ein Opensearch interface. Jeder Peer stellt diesen unter http://<peer-address>:<peer-port>/opensearchdescription.xml zur Verfügung, beispielsweise http://sciencenet.fzk.de:8080/opensearchdescription.xml
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