Opera

Opera
Version
9.6
Lizenz
Freeware
Systeme
  • BeOS BeOS, FreeBSD FreeBSD, Linux Linux, OS/2 OS/2, QNX QNX, Solaris Solaris, Windows Windows
Sprachen
  • de
  • en
  • weitere
Grösse
ca.: 6 MB
Website
http://www.opera.com
Author
Opera Software ASA

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Opera ist eine für viele Plattformen kostenlos erhältliche Software, welche Webbrowser, E-Mail-Client und weitere Werkzeuge in sich vereint. Hersteller ist das norwegische Unternehmen Opera Software ASA.

Funktionsumfang

Die aktuelle Version 9.50 von Opera umfasst:

  • den Browser selbst, mit Lesezeichen-Verwaltung, Verlauf (besuchte Webseiten), Passwort-Manager (genannt „Wand“ (engl. Zauberstab)), MDI (oft nur als Tabbed Browsing bezeichnet), Pop-up-Blocker und Werbeblocker
  • ein eingebautes E-Mail-, News- und RSS-Reader-Programm (genannt „Opera mail“)
  • einen IRC-Client zur Teilnahme am Internet Relay Chat
  • einen Download-Manager (Panel „Transfers“)
  • Adressbuch, um einem „Kontakt“ verschiedene Eigenschaften wie Name, E-Mail-Adresse, Homepage, Anschrift, Telefon, Fax, Notizen zuzuordnen.
  • Notizen, um beispielsweise Ideen schnell aufzuschreiben oder um markierte Textstellen einer Webseite festzuhalten. Die Einträge werden bei Eingabe automatisch gespeichert.
  • einen integrierten BitTorrent-Client, eingebettet in den Download-Manager.
  • eine Widget-Engine.
  • einen Phishing-Filter, der auf die Datenbanken von GeoTrust und Phishtank zurückgreift.
  • eine Schnellzugriffseite

 

Fähigkeiten

Trotz des Umfangs an Funktionen ist die Setup-Datei für Opera 9 mit 4 MB, für das kleinste Installationspaket in englischer Sprache, ein Leichtgewicht. Wie oben beschrieben, ist ein E-Mail-Programm, News-Reader und ein IRC-Client integriert, im Unterschied zu Konkurrenzprodukten wie Mozilla SeaMonkey jedoch keinen WYSIWYG-Editor für HTML-Seiten. Bei der Anzeige von Webseiten erfüllt Opera weitgehend die aktuellen Standards für HTML und CSS, das Anzeigen von PNG-Grafiken mit Alpha-Transparenz funktioniert ebenfalls einwandfrei. Seit Version 8.0b3 enthält Opera eine Unterstützung für eine Teilmenge des SVG-Grafikformates. Beim E-Mail-Programm erfolgt ohne zusätzlich zu definierende Filter eine automatische Erkennung von Mailinglisten, deren Nachrichten in Baumdarstellung angezeigt werden können. Opera unterstützt Web-Standards die teilweise noch gar nicht angewendet werden, so zum Beispiel Webforms.

 

Seitendarstellung

Eine Besonderheit ist die Zoom-Funktion, welche nicht nur Texte vergrößert, sondern auch Bilder sowie Plug-ins entsprechend skaliert und glättet. Die Vergrößerung ist in angepassten Schritten von 20 % (1/5 der normalen Darstellung) bis 1000 % (das Zehnfache der normalen Darstellung) einstellbar. Zur besseren Lesbarkeit von Webseiten (Accessibility) dient auch der „Benutzermodus“. Mit dessen Hilfe ist der Nutzer in der Lage, das Aussehen einer beliebigen Webseite mit eigenen CSS-Dateien anzupassen. Beispielsweise lassen sich Bilder ausblenden und Farben (z. B. weißer Text auf schwarzem Hintergrund) verändern. In der aktuellen Version wird bei der Navigation mit der Maus über die Tabs eine Mini-Vorschau der bereits geladenen Inhalte angezeigt.

Es gibt auch einen Kioskmode, der Opera im Vollbild ohne Menüs und ohne Hinweis auf das verwendete Betriebssystem zeigt. Allerdings kann man relativ leicht aus dem Browser „ausbrechen“. Der Kioskmode schützt also nicht vor Computer-Vandalismus. Außerdem lassen sich mit der Funktion „An Seitenbreite anpassen“ Webseiten, die für große Auflösungen geschrieben wurden, auch auf kleinen Displays lesen, und mit der „Small-screen“-Funktion kann die Webseite wie mit dem Opera-Mini-Mobilbrowser betrachtet werden, was besonders für Webdesigner von Vorteil ist, da so für gute Kompatibilität gesorgt werden kann.

 

Bedienung

Mit Hilfe der Multiple-Document-Interface-Oberfläche können mehrere Seiten innerhalb eines Opera-Fensters geöffnet werden. Um zwischen den Seiten zu wechseln, steht eine Leiste ähnlich der Windows-Taskleiste zur Verfügung. Mit speziellen Befehlen können alle außer der aktuellen Seite geschlossen oder geschlossene Seiten wieder angezeigt werden. Navigation zwischen den Tabs erfolgt über Mausrad oder durch Anklicken der Tabs.

Mit Mausgesten ist es möglich, Opera ohne Schaltflächen und Menüs zu steuern, etwa um zur vorherigen Seite zurückzukehren. Um eine Mausgeste auszuführen, wird die rechte Maustaste gedrückt gehalten, die Maus kurz in die jeweilige Richtung bewegt und die Taste wieder losgelassen. Zum Beispiel wird mit einer Bewegung nach links die vorherige Seite gezeigt, mit einer Bewegung nach unten wird eine neue, leere Seite geöffnet. Der Nutzer kann Bewegungen und Befehle in den Optionen beliebig konfigurieren oder die Mausgesten gänzlich ausschalten. Natürlich kann Opera auch konventionell mittels Schaltflächen gesteuert werden und reagiert auch auf Mäuse mit spezieller „Zurück“-Taste. Mausgesten funktionieren sehr intuitiv und beschleunigen das Navigieren in den Seiten erheblich.

Opera unterstützt seit Version 8.00 die Steuerung über Sprachbefehle und das Vorlesen von Webseiten. Dazu wird die Technologie VoiceXML verwendet. Dieses Feature ist derzeit nur auf Englisch verfügbar und muss aufgrund der Dateigröße zusätzlich heruntergeladen werden. Eine deutsche Version ist jedoch laut Opera Software geplant.

Eine in die Adressleiste eingebaute Suchfunktion vereinfacht Suchvorgänge bei diversen Suchmaschinen und Online-Händlern. Um zum Beispiel bei Google nach „Regenschirm“ zu suchen, gibt man in die Adressleiste g Regenschirm ein. Diese Art der Suche ist von vornherein auch mit eBay (e Regenschirm), Amazon.de (z Regenschirm) und vielen anderen Seiten möglich und kann über das GUI angepasst und erweitert werden. Eine weitere Funktion ermöglicht es dem Anwender, per Rechtsklick auf das Eingabefeld einer Suchseite eine spezielle Suche hinzuzufügen. Diese kann dann in der Menüleiste hinzugefügt werden und ist sofort im Kontextmenü verfügbar. Die Suche in der Seite findet Ergebnisse bereits während der Eingabe. Suchen innerhalb aller Bereiche von Opera ist möglich, in den Favoriten, in Notizen, in den Mails etc.

Alle momentan aufgerufenen Seiten und deren Anordnung können als „Sitzung“ gespeichert werden, um später damit fortzufahren. Man kann beim Programmstart stets eine bestimmte Sitzung zu laden, um beispielsweise verschiedene Nachrichtenportale zeitsparend zu überprüfen, man kann die jeweils letzte Sitzung fortsetzen. Wie beim Internet Explorer gibt es Favoriten. Mit einem Klick auf einen (Favoriten-)Ordner kann man alle darin enthaltenen Seiten gleichzeitig öffnen. Mit der Funktion Speeddial (= Schnellwahl) ab Version 9.2 kann man in einer neuen Seite bis zu neun Favoriten voreingestellt anzeigen lassen, oder per Tastaturkürzel laden. Die Favoriten werden per Drag und Drop belegt und beim Browserstart geladen.

Der Passwort-Manager automatisiert Anmeldevorgänge auf Seiten, die Benutzernamen und Passwort erfordern. Diese Funktion wird in Opera als „Wand“ (von „magic wand“ englisch für Zauberstab) bezeichnet und lässt sich auf Wunsch auch mit einem Opera-eigenen Master-Passwort schützen. Das Master-Passwort kann außerdem als Schutz vor unberechtigten Zugriffen auf das E-Mail-Programm Opera Mail dienen.

 

Oberfläche

Sowohl Oberfläche als auch Innenleben von Opera lassen sich zum großen Teil verändern. Der Nutzer kann sämtliche Symbolleisten nach Belieben anpassen oder ganz ausblenden. Das grafische Erscheinungsbild lässt sich momentan mit knapp 300 verschiedenen Skins (ab Opera 7) verändern, welche kostenlos von der offiziellen Opera-Website geladen werden können.

Die Datei search.ini erlaubt das individuelle Konfigurieren des zentralen Suchfelds für Suchmaschinen und Wörterbücher, sowie die Definition eines Buchstaben-Kürzels zur Suche in den frei gewählten Nachschlagewerken. Ab der Version 9.0 ist außerdem ein Suchmaschineneditor eingebaut, der das Anpassen von Suchmaschinen im GUI ermöglicht.

Die Versionen für Linux, Solaris und FreeBSD basieren auf Qt von Trolltech. Die Versionen für sogenannte Mobile Endgeräte sollen mit der Plattform Qtopia von Trolltech entwickelt werden.

 

Weitere Funktionen

Opera kann Seiten in beliebigen Intervallen automatisch neu laden und beherrscht die Validierung (Prüfen auf Fehler) des HTML-Quelltextes (durch das W3C).

Insbesondere für Bildschirme mit höheren Auflösungen ist die Möglichkeit interessant, eine „verlinkte Seite“ zu erstellen. Beispiel: Bei einer Google-Suche ergibt sich meistens eine Vielzahl von Suchergebnissen (Seite A). Um diese Ergebnisse nun zu überprüfen, erstellt man in Opera eine „verlinkte Seite“ (Seite B) und positioniert Seite A und Seite B nebeneinander. Klickt man nun auf einen beliebigen Link in Seite A, wird dieser in der Seite B geladen. Dadurch lassen sich in diesem Beispiel die Suchergebnisse schneller auf Tauglichkeit überprüfen, da das Zurückkehren zu den Ergebnissen nicht erforderlich ist.

Neben dem normalen Vor- und Zurückgehen beim Surfen enthält Opera „schnelle“ Vor- und Rücklauf-Schaltflächen. Erkennt Opera in einer Webseite eine wiederkehrende Formatierung (bspw. Vorschaubilder oder eine Auflistung von Bildern) kann man mit dem Vorlauf-Button alle Bilder oder Dokumente ansehen, ohne jedes Mal zurückgehen und neu klicken zu müssen. Mit der Rücklauf-Schaltflächen kommt man mit einem Klick z. B. auf die Hauptseite eines Diskussionsforums zurück, auch wenn man sich bereits im dritten Unterforum befindet.

Ebenfalls enthalten ist eine Funktion zum erneuten Öffnen von geschlossenen Seiten (es wird dort fortgesetzt, wo die Seite geschlossen wurde). Diese sind durch ein kleines Mülleimersymbol, durch die Tastenkombination Strg+z oder durch die entsprechende Dropdown-Liste im Menüpunkt „Fenster“ zu erreichen. Die gemerkten Seiten werden nach dem Schließen von Opera aus der Liste entfernt.

Opera lässt sich komplett über Tastenkombinationen, also ohne Maus, steuern. Die Tastenkombinationen lassen sich individuell nach den Vorlieben des Benutzers einstellen.

Sollte Opera einmal durch einen Absturz unvorhergesehen beendet werden, merkt sich der Browser die vor dem Absturz geöffneten Seiten und man kann an der selben Stelle nach dem Neustart weiterarbeiten.

In Texten eingebettete Internetadressen (URLs) können durch einen Doppelklick automatisch markiert werden. Unmittelbar darauf öffnet sich ein Kontextmenü, in welchem man den Befehl „URL aufrufen“ anklicken kann, um sich daraufhin die Seite im selben Tab, in einem neuen Tab (Shift+Klick) oder einem neuen Tab im Hintergrund (Shift+Strg+Klick) anzeigen zu lassen. Es werden bei einem Doppelklick immer nur die Teile links der Stelle markiert, die angeklickt wird, was das Aufrufen einer Seite auf einer höheren Ebene erleichtert.

Ebenfalls im Kontextmenü sind Direktlinks auf eine Enzyklopädie, ein Wörterbuch und zu derzeit (November 2006) 19 Übersetzungsseiten integriert, mit denen einzelne, markierte Wörter oder ganze Sätze nachgeschlagen werden können

Opera kann jede offene Seite inklusive ihrer kompletten Historie auf Knopfdruck (Shift+Strg+ALT+n) in den Hintergrund duplizieren. Eine Funktion, die sehr praktisch ist, wenn man z. B. einen Beitrag in einem Diskussionsforum oder bei Wikipedia bearbeitet und auf einer vorhergehenden Seite, deren genauen Namen man sich nicht gemerkt hat, etwas nachschauen möchte.

Des weiteren merkt sich Opera Text, der in ein Feld eingefügt wurde. Somit ist es z. B. möglich einen Beitrag der Wikipedia zu editieren, in der History dieses Tabs zurückzugehen und anschließend die Arbeit an dem zu bearbeitenden Artikel fortzusetzen.

Opera kann sich Webservern gegenüber auch als Mozilla oder InternetExplorer ausgeben, um so schlecht programmierte Browserweichen zu umgehen, die Opera-Benutzer abweisen. Er kann sich diese geänderte Identifikation für individuelle Seiten merken und wendet sie beim nächsten Besuch automatisch an.

Jede Seite kann individuelle Einstellungen erhalten, wie z. B. Verwendung von JavaScript, Cookies, Popupblocker etc.

 

E-Mail

In Opera integriert ist das E-Mail-Programm „Opera Mail“ (früher „M2“), das sich vor allem in der E-Mail-Verwaltung von anderen Programmen unterscheidet. E-Mails werden in Opera Mail nicht in Ordner verschoben, sondern in einer zentralen Liste gespeichert und mithilfe sogenannter „Filter“ sortiert. So ist es möglich, sämtliche E-Mails an und von einer bestimmten Adresse zu sehen, indem der Nutzer einmalig einen Filter mit entsprechenden Bedingungen erstellt. Jede E-Mail kann in beliebig vielen Filtern erscheinen, ohne selbst kopiert oder verändert zu werden.

Verschiedene Filter legt Opera automatisch an: So gibt es „Aktive Adressen“-Filter, mit denen man schnell auf alle Mails von Personen zugreifen kann, mit denen man kürzlich Mails ausgetauscht hat, verschiedene „Aktuelle Korrespondenz“-Filter sammeln automatisch aktuelle Mail-Korrespondenzen (bestehend aus empfangenen Mails und eigenen Antworten). Auch Mailingslisten werden automatisch erkannt und es gibt Filter für verschiedene Dateianhänge (z. B. alle Mails mit Bildern).

Gespeichert werden E-Mails in mbox-Dateien, welche sich auch mit einem Text-Editor betrachten lassen. Außerdem enthalten ist ein lernfähiger, auf dem Bayesschem Filter aufbauender Spam-Filter, sowie Unterstützung von POP3-, IMAP- und Newsgroups. Seit der Opera-Version 7.5 ist es auch möglich, RSS-Feeds zu verwalten.

Opera kann Text und HTML-Mails darstellen. Das Erstellen von HTML-Mails ist nicht möglich, so dass E-Mails nur im Textformat verschickt werden können und Bilder nicht in die E-Mail eingebaut werden, sondern nur an die E-Mail angehängt werden können.

 

Werbeblocker

Die interne Pop-Up-Blocker-Funktion von Opera erfasst nicht alle Werbeinhalte, insbesondere Flash- und Java-erstellte Popup-Werbung. Über die spezifischere urlfilter.ini im Operaverzeichnis lässt sich diese aber recht genau erfassen. Einige Internetseiten bieten auch größere URL-Filterlisten zum freien Download an.[2]

 

Sonstiges

  • Das Feature „Opera-Show“ ermöglicht die Anzeige von mit XHTML und CSS erstellten Slideshow-Präsentationen. Siehe auch S5.
  • Mit Opera können auch WAP-Seiten, also Seiten für Mobiltelefone, betrachtet werden. Da Opera auch für diverse Smartphones erhältlich ist, enthält die Desktop-Version die Option, Webseiten wie auf kleinen Bildschirmen (z. B. von Mobiltelefonen und PDAs) zu rendern. Seit Opera 8 gibt es die Möglichkeit, Webseiten so zusammenzustauchen, dass sie ohne horizontales Scrollen angezeigt werden können.
  • Opera ermöglicht eine Rechtschreibprüfung in Eingabefeldern. Genutzt wird dabei die Engine von GNU Aspell, die in vielen Sprachen und für viele Betriebssysteme verfügbar ist. Der 5,4 MB große Download muss separat installiert werden. Einen entsprechenden Hinweis erhält man bei der erstmaligen Benutzung dieser Funktion. Als Alternative zu Aspell existiert auch ein Ansatz per User-JavaScript.
  • Ebenso ist eine Voice-Over, und eine Spracherkennung zur Bedienung des Browsers möglich, bei Apple wird noch daran gearbeitet das Apple-interne Tool zu verwenden, für andere stehen entsprechende Downloads bereit.
  • Opera verfügt über eine Servernamenvervollständigung. Der Benutzer kann eine URL ohne die Eingabe von Präfix (z.B. www) und Suffix (z.B. de) eingeben. Opera vervollständigt diese dann automatisch.
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